Ob Alltag oder Urlaub, das Motorrad gehört dazu
Als ich 12 war, hatte ich das große Vergnügen, bei einem Bekannenten auf dem Motorrad mitfahren zu dürfen. Zwei Stunden sind wir durch die Eifel gefahren, und danach stand fest: wenn ich einmal groß bin, fahre ich auch Motorrad.
Mit 15 bekam ich von meinem Opa sein altes Mofa, eine Zündapp CS 25 in orange mit 3-Gang-Schaltung, die ich seehr lange fuhr. Ich war mobil und hatte zudem ein Zweirad, was durch die Sitzbank und die Gangschaltung im üblichen Mofa-Straßenbild auffiel. Außerdem fuhr das kleine Ding unfrisiert fast 40km/h - einfach klasse.
Der Führerschein kam, und natürlich habe ich sofort den Pkw- UND den Motorradführerschein gemacht, auch wenn ich vorerst nur eine 50er Vespa in british-racing-green fuhr (ein älteres Modell - und wer seine Vespa liebt, der schiebt!)
Zu dem Zeitpunkt arbeitete ich aber schon kräftig auf mein eigenes Motorrad hin, und am 3. Juni 1996 war es soweit: ich war stolze Besitzerin einer dunkelgrünen Kawasaki Zephyr 550. 3 Jahre alt, gerade mal 11.000km gefahren, eine kleine Delle im Tank. Ein Traum von einem Motorrad!
Das Motorrad hat mich etwa 4 Jahre begleitet, jedoch wie es so oft der Fall ist: als Studentin hatte ich kein Geld für Benzin. So stand die gute Zephyr mehr als dass sie fuhr. Ich sattelte also schweren Herzens wieder auf die "Stadtvariante" Roller um, diesmal ein nagelneuer Vesparoller 125 Marke Piaggio. Auf den hatten es aber mehrfach Verbrecher abgesehen, so dass auch dieser mehr in der Reparatur war als dass er gefahren wurde. 1x fuhr mir eine Frau in den Roller und die Versicherung meinte, sich zeit lassen zu müssen. Danach wurde 2x versucht, den Roller zu knacken. Dank Wegfahrsperre klappte dies jedoch nicht. Beim 2. Mal waren die Diebe jedoch so erbost darüber, dass sie meinen Roller so mutwillig zerstörten, dass ich nur noch 500,-€ vom Händler bekam...
Danach war erst mal Funkstille. Ich war glücklich mit meiner Ente und brauchte auch diese nur selten an meinem Wohnort. Bis ich Jürgen kennenlernte, der zu dem Zeitpunkt eine Kawasaki ZX10 fuhr. Ich habe mich einmal darauf gesetzt und bin gefahren - und danach quasi nicht mehr abgestiegen. Jürgen musste sich also zwangsläufig nach einem anderen Motorrad umsehen, und das ist seine heutige "Mamma Africa", die AfricaTwin von Honda
Die ZX10 steht noch in unserer Garage, doch am 5. August 2008 nahm die nagelneue Suzuki V-Strom 650 ihre Stelle ein, denn auf Dauer ist die ZX10 nichts für Tourenfahrer (Rückenschmerz lässt grüßen). Nun müssen wir im neuen Jahr noch einen Käufer finden, der die gute alte Kawa in Ehren hält...
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